Der Editor ist der Ort, an dem dein Buch seine endgültige Form annimmt. Sobald der Assistent deine Geschichte und ihre Illustrationen erzeugt hat, gibt dir der Editor die volle Kontrolle über jedes Element: den Text, die Bilder, den Umschlag und die Rückseite. Dieser ausführliche Leitfaden zeigt dir, wie du das Beste aus jeder Funktion herausholst, damit am Ende genau das Buch entsteht, das du dir vorstellst.
Die Oberfläche des Editors
Der Editor hat oben eine Navigationsleiste und an der Seite eine Leiste, die alle Seiten deines Buches auflistet. Jede Seite zeigt ihre Illustration und ihren Text nebeneinander. Du kannst von einer Seite zur nächsten wechseln, indem du in der Seitenleiste klickst oder die Navigationspfeile verwendest.
Die aktuell ausgewählte Seite erscheint groß in der Mitte des Bildschirms, mit der Illustration oben und dem Textbereich darunter. In diesem Bereich nimmst du alle deine Änderungen vor.
Den Text bearbeiten
Der Text jeder Seite ist vollständig editierbar. Klick einfach in den Textbereich, um mit dem Bearbeiten zu beginnen. Du kannst einen Fehler korrigieren, einen Satz umformulieren, einen Dialog hinzufügen oder sogar eine ganze Passage neu schreiben. Es gibt keine Einschränkung: Der Text, den du siehst, ist genau der, der im fertigen Buch erscheint.
Ein paar Tipps für einen gelungenen Text:
- Lies laut vor. Das ist die zuverlässigste Methode, um zu prüfen, ob der Rhythmus stimmt und die Sätze nicht zu lang für das Zielalter sind.
- Variier die Satzlänge. Ein Wechsel zwischen kurzen und längeren Sätzen erzeugt einen angenehmen Rhythmus. Kurze Sätze wirken kraftvoll bei Momenten voller Action oder Überraschung.
- Halt die Dialoge natürlich. Kinder in Geschichten sollten wie echte Kinder sprechen. Wenn ein Dialog zu literarisch klingt, vereinfach ihn.
- Achte auf die Textmenge pro Seite. Zu viel Text auf einer Seite schadet der Lesbarkeit und schwächt die Wirkung der Illustration. Für die Kleinsten streb 1 bis 3 Sätze pro Seite an. Für 4- bis 7-Jährige 3 bis 5 Sätze. Für 8- bis 12-Jährige einen kurzen Absatz.
Alle deine Textänderungen werden automatisch gespeichert. Du musst auf keine Schaltfläche „Speichern“ klicken.
Die drei Illustrationsmodi
Das ist die mächtigste Funktion des Editors. Für jede Illustration stehen dir drei verschiedene Generierungsmodi zur Verfügung, die jeweils auf einen anderen Bedarf zugeschnitten sind. Zu wissen, wann man welchen Modus einsetzt, ist der Schlüssel zu perfekten Illustrationen.
Modus 1: Dieses Bild bearbeiten
Dieser Modus behält die Gesamtkomposition des aktuellen Bildes bei und wendet eine präzise Änderung an, die du beschreibst. Die KI analysiert das vorhandene Bild und ändert nur das, worum du bittest, und bewahrt alles Übrige.
Wann du ihn verwendest: wenn die Illustration insgesamt gut ist, aber ein Detail dich stört. Zum Beispiel:
- „Die Farbe des Huts auf Rot ändern“
- „Die Figur lächeln lassen“
- „Einen Schmetterling in der oberen rechten Ecke hinzufügen“
- „Den Baum links entfernen“
- „Den Himmel oranger machen, wie bei einem Sonnenuntergang“
Der Schlüssel liegt darin, in deiner Beschreibung präzise zu sein. Je klarer deine Anweisung, desto näher kommt das Ergebnis dem, was du dir vorstellst. Vermeide vage Wünsche wie „das Bild verbessern“ und bevorzug konkrete, gezielte Anweisungen.
Modus 2: Neues Bild
Dieser Modus erzeugt die Illustration von Grund auf neu, ausgehend vom Seitentext und der Beschreibung der Figur. Das Ergebnis wird sich völlig vom vorherigen Bild unterscheiden: neue Komposition, neuer Blickwinkel, neuer Hintergrund. Nur der Kunststil und die Figuren bleiben einheitlich.
Wann du ihn verwendest: wenn die Illustration überhaupt nicht dem entspricht, was du wolltest. Wenn die Szene falsch interpretiert wird, die Komposition unübersichtlich ist oder du einfach eine völlig andere Alternative sehen möchtest, ist der Modus „Neues Bild“ dein bester Verbündeter.
Zöger nicht, mehrmals zu generieren. Jede Generierung liefert ein einzigartiges Ergebnis, und der Illustrationsverlauf ermöglicht es dir, bei Bedarf zu einer früheren Version zurückzukehren.
Modus 3: Neue Einstellung (Blickwinkel ändern)
Dieser Modus ist einzigartig bei Maker Book. Er erzeugt die Illustration mit einem zufälligen filmischen Kamerawinkel neu, der aus 11 verschiedenen Optionen gewählt wird:
- Vogelperspektive (bird's-eye view): Ansicht von oben, ideal, um eine Landschaft oder eine Gesamtszene zu zeigen.
- Froschperspektive (low angle): Ansicht von unten, die die Figur imposant und heldenhaft wirken lässt.
- Worm's-eye-Ansicht: noch tiefer als die Froschperspektive, für maximale dramatische Wirkung.
- Über die Schulter (over-the-shoulder): Der Leser sieht die Szene aus der Sicht einer Figur, was für Immersion sorgt.
- Nahaufnahme: enger Ausschnitt auf das Gesicht oder ein wichtiges Detail.
- Totale: zeigt die gesamte Szene mit der Figur im Kontext.
- Und mehrere weitere filmische Blickwinkel, um die Perspektiven zu variieren.
Wann du ihn verwendest: wenn du dein Buch mit abwechslungsreichen Perspektiven beleben möchtest. Ein Buch, in dem alle Illustrationen aus demselben Blickwinkel aufgenommen sind (die Figur frontal in der Mitte), wird schnell eintönig. Der Wechsel des Blickwinkels bringt visuellen Rhythmus und macht das Lesen fesselnder.
Profi-Tipp: Verwende die Froschperspektive für die mutigen Momente des Helden, die Vogelperspektive für Szenen, in denen ein Ort entdeckt wird, und die Nahaufnahme für Momente intensiver Emotion.
Der Illustrationsverlauf
Jede Illustration verfügt über einen Verlauf, der bis zu 10 vorherige Versionen aufbewahrt. Jedes Mal, wenn du ein neues Bild erzeugst (egal in welchem Modus), wird die alte Version automatisch im Verlauf archiviert.
Dieser Verlauf ist dauerhaft: Er wird in der Datenbank gespeichert und bleibt verfügbar, selbst wenn du den Editor verlässt und später zurückkehrst. Du kannst mit den Rückgängig-/Wiederholen-Schaltflächen durch den Verlauf navigieren, um Versionen zu vergleichen und diejenige auszuwählen, die dir am besten gefällt.
Der Verlauf ist besonders nützlich, wenn du experimentierst. Du kannst mehrere Varianten im Modus „Neues Bild“ erzeugen, den Verlauf durchgehen, um sie zu vergleichen, und zu der Version zurückkehren, die du bevorzugst. Es ist ein Sicherheitsnetz, das dich ermutigt, zu experimentieren, ohne Angst zu haben, eine gute Illustration zu verlieren.
Eine Seite als Referenz verwenden
Wenn du eine Illustration bearbeitest, kannst du in deinen Anweisungen eine andere Seite als Referenz erwähnen. Wenn beispielsweise die Illustration auf Seite 3 eine Kulisse zeigt, die dir gefällt, kannst du in deinen Bearbeitungsanweisungen „denselben Hintergrund wie Seite 3 verwenden“ schreiben. Die KI erkennt die Referenz automatisch und nutzt die Illustration dieser Seite als visuelle Vorlage.
Diese Funktion ist wertvoll, um eine visuelle Einheitlichkeit zwischen den Seiten zu wahren. Wenn deine Geschichte über mehrere Seiten hinweg am selben Ort spielt, sorgt das Referenzieren der ersten Illustration dieses Ortes dafür, dass die Kulisse einheitlich bleibt.
Der Panorama-Umschlag
Der Editor bietet eine spezielle Schaltfläche, um einen Panorama-Umschlag zu erzeugen. Diese Funktion erstellt ein einziges großes Bild, das anschließend in zwei Teile geschnitten wird: Die rechte Hälfte wird zum Vorderumschlag und die linke Hälfte zur Rückseite. Das Ergebnis ist ein durchgehendes Bild, das sich über die gesamte Fläche des geschlossenen Buches erstreckt, ein sehr professioneller Effekt, den man in hochwertigen Büchern findet.
Achtung: Der Panorama-Umschlag ersetzt den vorhandenen Vorder- und Rückumschlag. Vergewissere dich, dass du mit dem Ergebnis zufrieden bist, bevor du zum Export übergehst.
Generierungen parallel
Der Editor ermöglicht es, mehrere Illustrationsgenerierungen gleichzeitig auf verschiedenen Seiten zu starten. Du musst nicht warten, bis eine Generierung abgeschlossen ist, um eine weitere zu starten. Das spart dir erheblich Zeit, wenn du mehrere Seiten überarbeiten möchtest.
Nutz das, um die Änderungen, bei denen du dir sicher bist, auf mehreren Seiten zu starten, und komm dann zurück, um die Ergebnisse eines nach dem anderen zu prüfen. Jede Generierung ist unabhängig und beeinflusst die anderen nicht.
Tipps für perfekte Illustrationen
- Beginn mit den wichtigsten Seiten. Der Umschlag, die erste Seite und die Höhepunktseite der Geschichte verdienen die meiste Aufmerksamkeit.
- Variier die Blickwinkel. Verwende den Modus „Neue Einstellung“, um die Eintönigkeit zu durchbrechen und ein visuell dynamisches Buch zu schaffen.
- Sei bei deinen Änderungen konkret. „Einen Regenbogen hinter dem Berg hinzufügen“ liefert ein besseres Ergebnis als „das Bild hübscher machen“.
- Nutz den Verlauf. Erzeug 3 oder 4 Varianten einer wichtigen Illustration und wähl dann die beste aus dem Verlauf aus.
- Prüf die Einheitlichkeit der Figur. Die KI wahrt die Einheitlichkeit dank des Referenzbildes des Helden, aber prüf, dass die Details (Kleidungsfarbe, Accessoires) von einer Seite zur nächsten gleich bleiben.
Der Editor ist so konzipiert, dass du je nach Anspruch zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden mit dem Feinschliff deines Buches verbringen kannst. Ein schnell erstelltes Buch kann genauso gelungen sein wie eines, an dem lange gefeilt wurde. Entscheidend ist, dass dir das Endergebnis gefällt und die Augen seines Lesers zum Leuchten bringt.