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Wie erstellt man eine Kinderbuchreihe?

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Die meisten selbstpublizierenden Autor:innen machen denselben Fehler: Sie schreiben ein Buch, veröffentlichen es – und fangen dann wieder von vorne an. Dabei machen die wirklich erfolgreichen Autor:innen fast alle dasselbe: Sie schaffen eine Reihe.

Was genau ist eine Kinderbuchreihe?

Eine Reihe ist eine Gruppe von Büchern, die durch einen gemeinsamen roten Faden verbunden sind. Das kann derselbe Hauptcharakter sein, der verschiedene Abenteuer erlebt, eine wiedererkennbare grafische Welt, ein übergreifendes Thema (Gefühle, Tiere, Berufe ...) – oder einfach ein kohärentes visuelles Erscheinungsbild.

Die Idee dahinter ist einfach: Wenn ein Kind Band 1 liebt, kaufen die Eltern Band 2. Und Band 3. Du gewinnst eine Leserin oder einen Leser nur einmal – aber du behältst sie.

Bei klassischen Verlagen ist das ein zentraler Pfeiler des Geschäftsmodells. „Conni", „Der Struwwelpeter", „Pettersson und Findus" – das sind Reihen. Dutzende von Titeln, Millionen von Exemplaren.

Warum das auch beim Selfpublishing eine tolle Idee ist

Eine Reihe statt eines einzelnen Titels zu entwickeln verändert alles – auf mehreren Ebenen.

Die Sichtbarkeit ist viel stärker. Auf Amazon oder in einer Bibliothek fallen 5 Bücher mit einheitlichen Covern und einem sichtbaren Reihennamen viel mehr ins Auge als ein einzelnes Buch. Der Amazon-Algorithmus belohnt dich dafür. Wenn jemand Band 1 kauft, schlägt Amazon automatisch die folgenden Bände vor. Das bedeutet Verkäufe ganz ohne Extraaufwand. Jeder neue Titel kostet dich weniger Mühe. Der Charakter ist bereits erschaffen, die Bildwelt ist etabliert, der Schreibstil ist eingespielt. Jeder neue Band braucht deutlich weniger Zeit als der erste. Mundpropaganda funktioniert besser. „Mein Sohn liebt die Reihe mit dem kleinen Fuchs" – das bleibt viel einprägsamer als ein einzelner Titel.

Wenn du verstehen möchtest, wie du den Preis jedes Bandes festlegst und deine Einnahmen planst, schau dir unseren Guide zu den Einnahmen als Kinderbuchautorin/-autor an.

Wie du das Konzept deiner Reihe wählst

Drei Ansätze funktionieren beim Selfpublishing besonders gut:

Die wiederkehrende Hauptfigur. Das ist der klassischste und effektivste Weg. Ein Kind (oder ein Tier) mit einem klar definierten Charakter, das in jedem Band ein anderes Abenteuer erlebt. Die jungen Lesenden hängen an der Figur – nicht an der einzelnen Geschichte.

Wichtiges Kriterium: Die Figur sollte eine Eigenheit oder einen kleinen Makel haben, der sich durch jeden Band zieht. Zoe ist immer viel zu neugierig. Max kann einfach nie einschlafen. Dieser „rote Faden" gibt Sicherheit und unterhält gleichzeitig.

Das thematische Episodenformat. Jedes Buch widmet sich einem Gefühl oder einer Lebenssituation (Schulstart, Umzug, das neue Geschwisterchen ...). Die Figuren können wechseln, aber die Reihe ist visuell wiedererkennbar.

Das ist ideal, wenn du auf gezielte Geschenke abzielst: Eltern, die gerade mit ihrem Kind eine bestimmte Situation durchleben.

Die Universum-Reihe. Gleiche Welt, verschiedene Figuren – aber Atmosphäre und grafischer Stil sind absolut einheitlich. Schwieriger umzusetzen, aber visuell sehr stark.

Klassische Fehler, die du vermeiden solltest

Eine Reihe starten, ohne an die nächsten 3 Bände gedacht zu haben. Wenn du keine Ideen für die Fortsetzung hast, riskierst du, mit einem verwaisten Band 1 dazustehen. Bevor du veröffentlichst, notier dir mindestens 5 mögliche Bandsideen.

Den grafischen Stil zwischen den Bänden verändern. Das ist der Tod einer Reihe. Das Kind sollte das Buch wiedererkennen, noch bevor es den Titel liest. Wenn du KI für die Illustrationen verwendest – wie bei MakerBook – behalte exakt denselben Stil und dieselben Parameter von einem Buch zum nächsten bei.

Darauf hoffen, dass Band 1 die weiteren Bände finanziert. Denk von Anfang an als Reihe: Erstelle die ersten 3 Bände und veröffentliche sie zusammen oder in schneller Folge (alle 2–3 Monate). Das Momentum ist entscheidend.

Wie viele Bände brauchst du zum Start?

Drei ist das Minimum, um den Reihen-Effekt zu erzielen. Mit nur einem Band spricht niemand von einer Reihe. Mit zwei ist es mehrdeutig. Mit drei sieht die Käuferin oder der Käufer eine echte Reihe – und das verleiht allem Glaubwürdigkeit.

Am besten: Bereite die ersten 3 Bände vor, bevor du Band 1 veröffentlichst. Starte mit Band 1, und veröffentliche die folgenden Bände alle 6 bis 8 Wochen. Die Lesenden bleiben engagiert, und der Amazon-Algorithmus bleibt aktiv.

Für eine reibungslose Veröffentlichung erklärt dir der Amazon KDP-Guide für Bilderbücher alle technischen Schritte.

Häufige Fragen

Kann man eine Reihe erstellen, ohne Illustratorin oder Illustrator zu sein?

Ja, absolut. KI-Illustrationstools wie MakerBook ermöglichen es, von Buch zu Buch kohärente Illustrationen zu erstellen und dabei denselben visuellen Stil beizubehalten. Das ist übrigens einer der größten Vorteile von KI gegenüber menschlichen Illustrator:innen: Die Konsistenz lässt sich beliebig oft reproduzieren.

Muss man einen Reihennamen schützen lassen?

In Deutschland und Österreich kannst du einen Reihennamen als Marke beim DPMA bzw. beim österreichischen Patentamt eintragen lassen. Das ist zu Beginn nicht zwingend nötig, aber wenn deine Reihe Erfolg hat, lohnt es sich, den Namen zu schützen.

Wie benennt man eine Kinderbuchreihe?

Wähle etwas Kurzes, Einprägsames, das die Welt oder die Figur evoziert. „Die Abenteuer von ...", „Die Welt von ...", oder einfach der Vorname der Hauptfigur funktionieren gut. Prüfe vorher, ob es nicht schon eine Reihe mit diesem Namen gibt.

Kann man eine Reihe mit personalisierten Geschichten erstellen?

Ja – und das ist eine sehr lukrative Nische. Eine Reihe, bei der jeder Band zum Beispiel mit dem Vornamen des Kindes personalisiert werden kann. MakerBook ist genau dafür gemacht – einzigartige illustrierte Geschichten zu erstellen, die sich leicht anpassen und variieren lassen.

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